Dienstag, 2. April 2013

Implantate und Implantologie Bochum informiert: Antibiotika sichern den Erfolg nach Implantationen, www.zahnarzt-bochum.de

Müssen bei Implantationen prophylaktisch Antibiotika gegeben werden?

Obwohl Zahnimplantationen grundsätzlich auch ohne Antibiotika-Gaben möglich sind, wird die Frage nach der relativen Notwendigkeit einer Antibiotika-Prophylaxe beim Einsetzen von Zahnimplantaten, in unserer implantologischen Praxis deutlich bejaht.

Zahnimplantationen gehören zu den sehr sicheren Eingriffen. Das Implantate nicht  im Kieferknochen einwachsen ist sehr selten. Nur 5% der eingesetzten Implantate heilt nicht im Knochen ein. Statistiken zeigen, dass die meisten Implantate, die nicht einheilen, in den ersten drei Wochen nach der Implantation, der so genannten Einheilungsphase, herausfallen. Nach der Einheilung gehen dann nur noch wenige Implantate verloren. Hauptverantwortlich für das Herausfallen von Implantaten in der Einheilphase sind Bakterien. Abstossungsreaktionen auf der Basis von Allergien kommen bei den von www.zahnarzt-bochum.de verwendeten Titanimplantaten praktisch nicht vor. Gestützt wird diese Meinung durch die derzeitige Studienlage. So zeigen mittlerweile zwei große Studien, dass die einmalige Gabe von 2 g Amoxicillin eine Stunde vor der Zahnimplantation die Zahl der Verluste von Dentalimplantaten während der Einheilungsphase um den Faktor 4 bis 10 reduziert. Selbst bei Patienten mit Parodontitis sind Implantate sehr sicher. Denn haben Implantate die etwa dreiwöchige Einheilphase überstanden, und sind sie dann in den folgenden Monaten erfolgreich mit dem Knochen verwachsen, können laut Statistik Zahnarzt und Patient auch bei Parodontitis von einer mindestens 10-jährigen Haltbarkeit der Implantate ausgehen.


Welche Antibiotika werden in unserer Praxis verschrieben und warum? Antibiotika werden in 2 Gruppen eingeteilt:
1) Es gibt bakterizide Antibiotika, die das Bakterium abtöten, wie z.B. das Penicillin. Sie wirken sehr schnell.
2) Die bakteriostatischen Antibiotika verhindern die weitere Vermehrung der Bakterien ohne das Bakterium direkt zu töten. Der Körper kann sich dann leichter selbst helfen. Antibiotika werden in 2 Gruppen eingeteilt. Wirkt ein Antibiotikum gegen viele verschiedene Bakterienarten spricht man von einem Breidband-Antibiotikum. Ein bakterizides- also schnell wirkendes- Antibiotikum mit einem großen Wirkungsspektrum gegen viele verschiedene Bakterienspezies ist in der Implantologie sehr sinnvoll. Bei Amoxicillin handelt es sich um ein schnell wirkendes Breitbandpenicillin, dass bakterizid auf eine große Anzahl von verschiedenen Bakterien wirkt. Es zerstört die Bakterienwand und tötet so die Bakterien ab. Penicilline werden von einer großen Anzahl von Patienten gut vertragen. Reagiert ein Patienten jedoch allergisch auf ein Penicillin, so ist er häufig allergisch gegen alle Penicilline dieser Antibiotikagruppe, auch gegen die Breitband-Penicilline. Leider gibt es außerdem noch eine wachsende Anzahl von Bakterien, bei denen diese Penicilline, aber auch andere Antibiotika, nicht mehr wirken. Man spricht dann von resistenten Bakterien. Eine Kombination von Amoxicillin und Clavulansäure ist deutlich besser wirksam gegenüber den relevanten Mundbakterien, da Clavulansäure der Resistenzbildung entgegenwirkt. Clavulansäure ist ein Medikament, dass für die Resistenzenbildung verantwortlichen Bakterien-Enzyme hemmt. Das schnell wirkende Antibiotikum Amoxicillin wird in der Kombination mit Clavulansäure in unserer Praxis bei Patienten ohne Penicillin-Allergie bevorzugt. Bei Patienten mit Penicillin-Allergie verordnen wir häufig Clindamycin. Von dem bakteriostatisch wirkendem Clindamycin wird in der Zahnmedizin eine sehr gute Knochengängigkeit angenommen, obwohl der wissenschaftliche Beweis noch aussteht. Clindamycin hat die höchste Rate an Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt. Wegen der in letzter Zeit beobachteten zunehmenden Resistenzbildung muss dieses Antibiotikum deutlich länger eingenommen werden.

Wie lange soll ein Antibiotikum eingenommen werden?
Wir sind in unserer Praxis der Meinung, dass eine Antibiotika-Kur in jedem Fall bis zu Ende eingenommen werden sollte. Denn, die bei einer verkürzten Antibiotika-Kur nicht abgetöteten Bakterien, sorgen für Resistenzen und machen normalerweise gut wirksame Antibiotika somit unbrauchbar.

Fazit: 
- Eine Implantatbehandlung ist auch ohne Antibiotikagabe eine erfolgreiche Therapie-Option
- Eine Antibiotika-Prophylaxe, die vor der Implantat-OP beginnt, sorgt für deutlich weniger Komplikationen
- Bei einer größeren Implantatbehandlung- also einer größere Anzahl von Implantaten, oder Implantationen mit Knochenaufbau- sind Antibiotika auf jeden Fall zu empfehlen
- Eine Antibiotika-Kur sollte vor der Operation begonnen werden und unbedingt bis zur letzten Tablette eingenommen werden!


Sollten Sie noch Fragen haben zu den hier beschriebenen Themen, dann kontaktieren Sie uns bitte.

Dr. Günter Leugner und Zahnarzt Andreas Leugner,
die implantologische und zahnärztliche
Praxisgemeinschaft für Bochum und Umgebung,
Herner Straße 367, 44807 Bochum, Tel.: 0234.533044

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